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UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender besucht UNICEF-Warenlager für humanitäre Hilfsgüter in Kopenhagen

 

Deutschlands von vielen als "First Lady" bezeichnete Frau des Bundespräsidenten Steinmeier, macht auf die Not der Kinder im Libanon aufmerksam und informiert sich im weltweit größten Warenlager für Hilfsgüter über die Organisation der Nothilfe für Kinder in Krisenregionen. Elke Büdenbender ist Juristin und war als Richterin tätig.
Berlin, den 24. April 2026
Hunderttausende Kinder sind im Libanon weiterhin auf der Flucht und dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen – trotz der am 17. April 2026 in Kraft getretenen Waffenruhe. Um auf die dramatische Lage der Kinder aufmerksam zu machen, besuchte UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender heute das UNICEF-Logistikzentrum in Kopenhagen – den größten halbautomatisierten Umschlagplatz für humanitäre Hilfsgüter weltweit. Von dort hat UNICEF allein seit Anfang März über den Luftweg rund 100 Tonnen an Hilfsgütern wie Erste-Hilfe-Sets mit Verbandszeug und Medikamenten, Kleidung und Wasserreinigungstabletten in den Libanon geliefert. Insgesamt wurden seitdem Hilfsgüter im Wert von 7,1 Millionen US-Dollar für den Libanon beschafft.
„Viele Kinder im Libanon haben Schreckliches erlebt: Sie mussten Hals über Kopf fliehen, haben Gewalt erfahren und jedes Gefühl von Sicherheit verloren. Für viele ist ungewiss, ob sie jemals zurückkehren können. Andere finden nur noch Trümmer vor, wo einst ihr Zuhause war. Welche seelischen Wunden das hinterlässt, lässt sich kaum ausmalen. Umso wichtiger ist es, dass wir den Kindern weiter zur Seite stehen", sagte Elke Büdenbender. Sie hatte sich erst kurz vor Beginn der aktuellen Eskalation in einem UNICEF-Kinderzentrum im Libanon persönlich mit Kindern ausgetauscht.
Seit dem 2. März wurden laut Berichten mehr als 170 Kinder im Libanon getötet und mehr als 700 verletzt – das entspricht etwa 30 Schulklassen. Mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben, darunter schätzungsweise 400.000 Kinder – viele von ihnen bereits zum wiederholten Mal. Das Gesundheitssystem ist überlastet, Nahrungsmittelpreise steigen und der humanitäre Zugang bleibt in einigen Regionen weiterhin schwierig. Vielerorts gefährden Blindgänger das Leben der Kinder. Rund 250.000 Kinder haben keinen Zugang zu Präsenzunterricht.
„Auf rund 20.000 Quadratmetern lagert, verpackt und versendet UNICEF in seinem Nothilfelager in Kopenhagen lebensrettende Hilfsgüter – von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung über Decken bis hin zu Wasserreinigungstabletten. Mit der Lieferung im Rekordtempo kann UNICEF schnell auf humanitäre Krisen weltweit reagieren – wie aktuell im Libanon. Diese Hilfe ist ein Rettungsanker für Millionen Kinder", sagte Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland.
Am gestrigen Donnerstag erreichte der dritte humanitäre UNICEF-Cargoflug seit Anfang März den Libanon – beladen mit Erste-Hilfe-Sets, Decken, Wassertanks sowie Lern- und Spielmaterialien. Weitere Güter werden auf dem Land- und Seeweg transportiert und ergänzen bereits vorhandene Lagerbestände. Wann immer es die Sicherheitslage erlaubt, liefert UNICEF lebensrettende Hilfsgüter auch in schwer zugängliche Gebiete im Libanon – etwa südlich des Flusses Litani oder in die Bekaa-Ebene.
Im vergangenen Jahr lieferte UNICEF humanitäre Hilfsgüter im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar allein in akute Krisenregionen weltweit. Doch die anhaltende Eskalation im Nahen Osten droht die Versorgung von Kindern zu gefährden. UNICEF befürchtet, dass sich die Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter in manchen Ländern um bis zu sechs Monate verzögern könnte.
Treibstoff- und Transportkosten sind weltweit deutlich gestiegen, globale Lieferketten stehen unter Druck und humanitäre Hilfsgüter werden teurer. Wenn die Gewalt anhält und wichtige Transportwege wie die Straße von Hormus blockiert bleiben, drohen Hunger und Not in vielen Ländern deutlich zuzunehmen. Besonders gefährdet sind Kinder in prekären Lebenslagen, für die selbst kleine Verzögerungen oder Preissteigerungen schwerwiegende Folgen haben können. Die Sicherung humanitärer Lieferketten ist daher dringlicher denn je.
UNICEF hat seine bestehende Hilfe für Kinder in den vergangenen Wochen stark ausgeweitet. Teams unterstützen Familien in Notunterkünften, liefern Medikamente und medizinische Hilfsgüter an Kliniken, sorgen für psychosoziale Unterstützung und Lernangebote für vertriebene Kinder, reparieren beschädigte Wasserleitungen und liefern Trinkwasser.
UNICEF ruft dringend zu Spenden für Kinder in Libanon und dem Nahen Osten auf.

 

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