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OB Burmester: DLR "ist ein Pfund für den Standort Köln!"

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt unterstützte erfolgreiche Weltraummission

Oberbürgermeister Torsten Burmester hat den Verantwortlichen am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln einen Brief geschrieben und ihnen zur Beteiligung an der erfolgreichen NASA-Mission "Artemis II" gratuliert.
Oberbürgermeister Torsten Burmester:

"Ihre weltweit gefragte Expertise ist ein Pfund für den Standort Köln, der mit dem Spacehub Cologne eine aussichtsreiche Zukunftsperspektive im wachsenden Markt für Raumfahrt hat. Für die Stärkung der für Köln so bedeutsamen Branche danke ich Ihnen sehr und wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg für weitere Innovationen made in Cologne."

Am DLR-Standort in Köln wurden vier Strahlungsdetektoren M-42 EXT entwickelt, die mit ins Weltall geflogen waren, um die Strahlung zwischen Erde und Mond zu messen. Im Mondzentrum LUNA in Köln können zukünftige Mond-Missionen wie beispielsweise im Rahmen des Artemis-Programms unter realistischen Bedingungen vorbereitet und trainiert werden. Am Standort Köln arbeiten rund 1.850 Mitarbeitende in Forschung, Verwaltung und zentralen DLR-Funktionen.
 
Artemis ist eine internationale Mission:

Ohne Europa würde Orion nicht funktionieren

 

1. Europa liefert das komplette Servicemodul – das zentrale Funktionssystem der Orion
Das ESM ist nicht „ein Beitrag“, sondern:

➡️ das gesamte Antriebs-, Energie- und Lebenserhaltungssystem der Orion-Kapsel.
Ohne ESM hätte Orion:

  • keinen Antrieb
  • keine Stromversorgung
  • keine Temperaturregelung
  • keine Gasversorgung (O₂/N₂)
  • keine Wasserreserven
  • keine Lageregelung
  • keine Struktur zur Verbindung mit der Rakete

Das ist qualitativ nicht ersetzbar.

 

2. Europa liefert das einzige System, das Orion zum Mond und zurück bringt
Die NASA liefert:

  • Crewmodul
  • Fallschirme
  • Avionik
  • SLS‑Rakete

Aber:

Der gesamte Flug zwischen Erde und Mond wird vom europäischen Modul (Servicemodul) gesteuert.
Das ist der entscheidende Teil der Mission.

 

3. Europa liefert kritische Gateway‑Module
Für die Mondstation „Gateway“ liefert Europa:

  • I‑HAB (Habitatmodul, gemeinsam mit Japan)
  • ESPRIT (Kommunikation, Treibstofflager, Andockpunkte)

Das sind die Module, die:

  • Lebenserhaltung
  • Kommunikation
  • Andocklogistik
  • Versorgung

ermöglichen.
Ohne diese Module gäbe es kein funktionsfähiges Gateway.

 

4. Europa liefert die Strahlungsforschung – ein Schlüsselrisiko der Mondmissionen
Die DLR‑Detektoren (M‑42 EXT) messen:

  • kosmische Strahlung
  • solare Partikelereignisse
  • Abschirmwirkung der Kapsel

Das ist entscheidend für:

  • Missionssicherheit
  • zukünftige Mondbasen
  • Langzeitmissionen

Die USA haben kein eigenes System dieser Art an Bord.

 

5. Europa liefert Infrastruktur, die die USA nicht haben
Beispiel: LUNA in Köln Porz

  • realistisches Mondboden‑Testgelände
  • Rover‑Tests
  • EVA‑Training
  • Habitat‑Simulation

Die NASA nutzt diese Infrastruktur aktiv.

 

6. Europa liefert bis zu 10 % der Kosten – aber 30–40 % der kritischen Systeme
Das ist der eigentliche Punkt:

Europa zahlt in Relation wenig, liefert aber extrem hochwertige, unverzichtbare Systeme.
Das ist typisch europäische Ingenieurskultur:

  • hohe Qualität
  • hohe Zuverlässigkeit
  • hohe Systemintegration
  • niedrige Kosten im Vergleich zu US‑Programmen

 

Europa liefert mit dem Servicemodul, den Gateway‑Modulen und der Strahlungsforschung qualitativ entscheidende Systeme für Artemis – ohne diese Beiträge wäre die Mondmission technisch nicht durchführbar.

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