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DLR: Europäischer Hub für sichere Satellitenkommunikation entsteht in Köln Porz

Der Spatenstich – symbolischer Start für das GOVSATCOM-Hub am DLR-Standort Köln
Im Bild von links: Rodrigo da Costa, Exekutivdirektor der EUSPA (European Union Agency for the Space Programme), Catherine Kavvada, Administrative Board Member EUSPA, Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Stéphane Beemelmans, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des DLR, Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln, Dr. Melanie von der Wiesche, Leitung der DLR-Standorte West, Ulf Herzer, Direktor Zentrale Aufgaben der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR, und Walter Päffgen, Managing Director der DLR GfR mbH
Der GOVSATCOM‑Hub am DLR‑Standort Köln wird in den kommenden Jahren zu einem der strategisch wichtigsten Infrastrukturpunkte für die Sicherheit Deutschlands und Europas. Ein solches Zentrum ist nicht nur ein technologischer Fortschritt – es ist ein politisches und sicherheitspolitisches Signal.
Gerade weil der Hub kritische Kommunikationsdienste für Behörden und Einsatzkräfte bereitstellt, muss man ihn dialektisch betrachten: Was die Handlungsfähigkeit des Staates stärkt, wird im Krisenfall zwangsläufig auch zu einem Ziel. Das gilt umso mehr angesichts der Nähe zum Luftwaffenstützpunkt Köln‑Wahn, der bereits heute ein zentraler Bestandteil der deutschen und europäischen Sicherheitsarchitektur ist. Infrastruktur dieser Art ist immer beides: Fähigkeit und Verwundbarkeit. Genau deshalb braucht sie höchste Resilienz.
Mit dem Spatenstich am 16. Juni 2026 beginnt der Aufbau eines europäischen Knotenpunkts, der sichere Satellitenkommunikation auch dann gewährleistet, wenn terrestrische Netze gestört, überlastet oder gezielt angegriffen werden. Der GOVSATCOM‑Hub bündelt sensible Kommunikationsdienste für Behörden und Hilfsorganisationen und stellt sicher, dass staatliche Akteure auch in Ausnahmesituationen handlungsfähig bleiben.
Parallel dazu entwickelt die EU die Satellitenkonstellation IRIS², deren leistungsfähige und sichere Dienste künftig ebenfalls über Köln bereitgestellt werden sollen. Damit entsteht ein integriertes System aus GOVSATCOM und IRIS² – ein europäisches Rückgrat für souveräne, resiliente Kommunikation.
Die Raumfahrt wird zunehmend zu einer tragenden Säule der europäischen Sicherheitsarchitektur. Satelliten sind heute nicht nur technische Werkzeuge, sondern strategische Ressourcen. Mit dem Hub übernimmt Deutschland Verantwortung beim Aufbau einer widerstandsfähigen europäischen Infrastruktur. Das „Pooling und Sharing“ im neuen Gebäude ermöglicht die effiziente Vernetzung von Anbietern und Nutzern für behördliche und sicherheitskritische Anwendungen.
Bund, EU und das Land Nordrhein‑Westfalen investieren gemeinsam in dieses Projekt. NRW unterstützt den Aufbau mit bis zu 50 Millionen Euro und stärkt damit sowohl die europäische Sicherheit als auch den Raumfahrtstandort Köln. Der Hub wird einer von zwei zentralen europäischen Knotenpunkten für staatliche und kommerzielle Satellitenkommunikation sein – ein Baustein für mehr Souveränität, Resilienz und technologische Unabhängigkeit.
GOVSATCOM stellt sicher, dass Behörden und Einsatzkräfte auch in Krisen, Naturkatastrophen, hybriden Bedrohungslagen oder bei Angriffen auf kritische Infrastruktur zuverlässig kommunizieren können. Die EUSPA übernimmt den Betrieb und gewährleistet sichere, resiliente und kosteneffiziente Dienste für sicherheitskritische Missionen in der EU.
Der Kölner Hub verbindet staatliche Nutzerinnen und Nutzer mit bestehenden Satellitenressourcen und koordiniert die sichere Bereitstellung der Dienste. Mit IRIS² entsteht zusätzlich eine europäische Satellitenkonstellation, die auch Regionen ohne terrestrische Netzabdeckung versorgen kann. Beide Systeme zusammen bilden ein strategisches Fundament für die digitale Souveränität Europas.
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