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Bergerbrücke Neubau: In Porz Mitte und Eil steht eine weitere Großbaustelle an
Die Bergerbrücke in Köln‑Porz soll zwischen 2030 und 2033 abgerissen und durch einen modernen Neubau ersetzt werden.
Die Stadt weist darauf hin, dass das Bauwerk bereits seit Jahren nur eingeschränkt nutzbar ist: Für Lkw besteht eine Sperrung, zudem wurde die zulässige Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Da die Brücke sechs Gleise der Deutschen Bahn überquert, hat der Abriß auch für die Bahn weitreichende Folgen, hier verlaufen wichtigste ICE Strecken, Regionalstrecken und auch Gütertransportstrecken, die Bahn muss hier einbezogen werden und zustimmen.
Die Straßenbrücke verbindet die Stadtteile Porz und Eil und verläuft in Ost‑West‑Richtung zwischen Frankfurter Straße und Hauptstraße durch ein Wohngebiet. Aufgrund des schlechten Bauwerkszustands ist ein vollständiger Abbruch mit anschließendem Ersatzneubau notwendig. Nach Prüfung mehrerer Varianten empfiehlt die Stadt Köln die Weiterplanung einer Stabbogenbrücke; ein erweiterter Planungsbeschluss befindet sich bereits im politischen Abstimmungsverfahren.
Das bestehende Bauwerk stammt aus dem Jahr 1965 und wurde als elf‑feldrige Spannbetonbrücke errichtet. Es überspannt sechs Gleise der Deutschen Bahn sowie den Deutzer Weg und ersetzte damals einen höhengleichen Bahnübergang.
Der Rat der Stadt Köln hatte bereits am 10. September 2020 einen Bedarfsfeststellungs‑ und Planungsbeschluss für den Ersatzneubau gefasst. Auf Wunsch der Bezirksvertretung Porz wurden zusätzlich Tunnelvarianten untersucht. Insgesamt prüfte die Verwaltung fünf Lösungsansätze – drei Brückenvarianten und zwei Tunneloptionen. Die Tunnelvarianten erwiesen sich jedoch als deutlich nachteilig und werden daher nicht weiterverfolgt.
Eine Stabbogenbrücke zeichnet sich durch einen über der Fahrbahn liegenden Stahlbogen aus, an dem die Fahrbahn über senkrechte Zugstäbe aufgehängt ist. Diese Konstruktion ermöglicht eine direkte Lastabtragung in die Fundamente, wirkt optisch filigran und eignet sich besonders für mittlere Spannweiten.
Jochen Geis
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