BV-Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes für Porz-Urbach
Chancen für positive Entwicklung von Porz-Urbach
In der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung Porz wurde die Verwaltung beauftragt, einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan vorzubereiten und den politischen Gremien vorzulegen.
Aktueller Anlass für diesen Antrag war die zunehmend negative Entwicklung des Urbacher Ortsmittelpunktes rund um die Kreuzung Frankfurter Straße / Kaiserstraße / Waldstraße, unter anderem durch die Ansiedlung von zwischenzeitlich fünf Spielhallen.
Ein Bebauungsplan soll helfen, diese Entwicklung zu stoppen und wieder mehr Einfluss auf die Gestaltung des Ortsteils zu erlangen.
„Wir fordern bereits seit langem, viel mehr mit Bebauungsplänen zu arbeiten, allerdings sind wird in den vergangenen Jahren dabei immer wieder auf Wiederstände bei anderen Parteien gestoßen“ erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Joisten die bisherigen Schwierigkeiten.
„Umso mehr freut es uns jetzt, dass wir diesen Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes in der vergangenen Woche mit breiter Mehrheit in der Bezirksvertretung fassen konnten. Damit erhält die Politik und somit die Bürger wieder ein deutliches Mitspracherecht bei der weiteren Entwicklung des Stadtteils Urbach“, so Joisten weiter.
Denn mit Hilfe eines Bebauungsplans kann die Politik der Bauaufsicht bzw. den Bauherren sehr detaillierte Vorgaben machen und auf diesem Wege das Gesicht eines Stadtteils prägen. So kann im Rahmen eines Bebauungsplans zum Beispiel auch Art und Zahl von Einzelhandelsflächen oder eben die Voraussetzungen für die Ansiedlungen von Spielhallen definiert werden.
„Sobald die Verwaltung den Entwurf des Bebauungsplans für Porz-Urbach fertiggestellt hat, soll dieser mit den Urbacher Bürgerinnen und Bürgern diskutiert sowie deren Ideen und Vorstellungen mit berücksichtigt werden“, erläutert Christian Joisten die weiteren Schritte.
„Die intensive Bürgerbeteiligung ist unseres Erachtens das Herzstück eines Bebauungsplan-verfahrens, denn insbesondere die Bewohner eines bestimmten Quartiers sind die eigentlichen Experten vor Ort – wenngleich natürlich immer ein Interessenausgleich stattfinden muss, damit Entwicklungen nicht zulasten Einzelner gehen“, beschreibt Joisten die Vorteile und Schwierigkeiten zugleich. „Wir als SPD-Fraktion werden jedenfalls diesen Prozess intensiv begleiten und hoffen zukünftig auch noch an anderen Stellen in Porz neue Bebauungsplanverfahren einleiten zu können“, so Joisten abschließend.
