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Lufthansa: Kölner Piraten gegen Aufgabe des ehemaligen Konzernsitzes

 

Lufthansa beschließt Standortschließung

 

Trotz Milliardengewinn hat das Management der Lufthansa beschlossen, den  Traditionsstandort Köln zu schließen.  Das erfuhr die Belegschaft schon am 19.02. aus der Presse. Erst am darauffolgenden Tag eröffnete ihr Konzernchef Franz die Schließung in Köln mit fadenscheinigen Argumenten. [1]

 

Es ist die Verantwortung eines Vorstandes, vorausschauend zu planen und das Unternehmen zu lenken. Die Schließung eines Standortes sowie  wahllose Entlassungen von Mitarbeiternsind eine Armutserklärung und zeugen  von Hilflosigkeit, die bei Christoph Franz mit 2 Millionen Euro Jahressalär vergütet wird. [2] 

 

Dieses Vorgehen erinnert an Ackermann, der seinerzeit ebenfalls unmittelbar nach der  Erklärung eines Milliarden-Jahresgewinns für die Deutsche Bank die Kündigung von Mitarbeitern in Aussicht stellte. Übrigens mit den  gleichen Argumenten.

 

Doch hinter den Entlassungen stehen  Einzelschicksale. Familien und Alleinerziehende sind ebenso betroffen wie Alleinstehende. Und all zu oft sind gerade Kinder die Leidtragenden.Diese Menschen haben für den Vorstand einer Lufthansa kein Gesicht, keine Stimme und keine Lobby.

 

Weitestgehend hat sich die Politik wohl schon damit arrangiert, denn der Protest bleibt aus. Die Hemmschwelle, Menschen im großen Stil aus der Arbeit zu entlassen und soziale Kraterlandschaften zu hinterlassen, wird immer geringer. Schweigen heißt jedoch, das Spiel der Skrupellosen zu akzeptieren. 

 

Am 28.02.2013 wurde bei der Vorstandssitzung des Ortsverbandes Pulheim beschlossen, sich dem entgegenzustellen.

An der Sitzung des Vorstandes nahm, neben vielen Interessierten, auch der erste Vorsitzende der Kölner Piraten, Thomas Hegenbarth, teil. "Die Politik hat die Verantwortung, die Schließung des LH Standortes Köln nicht kritiklos hinzunehmen. Die Verantwortung ihren Wählern gegenüber. Wir Piraten aber haben darüber hinaus die Pflicht, den Turbokapitalisten Grenzen aufzuzeigen", so Hegenbarth.

 

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