Sie sind hier
Porzer Piraten zu Hertie: Enteignung einleiten, Casino nach Porz holen!
Der kommunalpolitische Sprechewr der Piraten Porz Gerald G. Teybig (Sprecher TeamPorz des AK Kommunalpolitik Köln) gibt gegenüber der Porzer Illustrierten Auskunft über die Positionen der Piraten.
"wie Sie wissen werden, besteht die große Herausforderung Porzer Innenstadt nun seit mehreren Jahren. Von uns Piraten sprach man damals noch nicht, doch beschäftige ich mich als Porzer und als Mitglied des Bürgervereins Wahn-Heide-Lind schon seit Jahren mit diesem Thema.
Die Piraten haben hier bereits Zeichen gesetzt: Wir haben die Porzer Einwohner am 18.08.2012 an einem Info-Stand vor dem Karstadt/Hertie-Gebäude zu deren Wünschen befragt. Auch weitere Aktivitäten wurden unterstützt, wie zum Beispiel die Aktion der Innenstadtgemeinschaft.
In der lokalen Presse stieß das auf großes Echo.
Zu den Vorschlägen der Einwohner von Porz für das Hertie-Gelände gehörten:
z.B. Abriss / Renovierung,
Wohnungsbau,
ein Park mit kleinem See,
Kino, aber auch ein Spielcasino.
Über allem jedoch steht der Wunsch nach der Entwicklung einer Perspektive für die Porzer Innenstadt, die weit mehr umfasst als das in Rede stehende Areal.
Selbstverständlich fordern auch die Piraten einen solchen umfassenden Entwicklungsplan an Stelle der leider üblichen ad-hoc-Entscheidungen.
Schon bei der Errichtung in den 70er Jahren wurde der Bau dieses Kaufhauses von den umliegenden Geschäftsleuten kritisch betrachtet. Befürchtet wurde ein Aussterben der mittleren bis kleinen Geschäfte, was sich im Lauf der Jahre leider bestätigt hat.
Insbesondere mit dem Bau, des ohnehin beschlossenen Casinos, auf dem nun ehemaligen Hertie-Gelände könnte man zwei Probleme auf einmal lösen: für das Casino wäre ein geeigneter Standort gefunden und Porz bekäme endlich ein Gesicht, welches, in Anbetracht der Größe dieses Stadtteils, ihm gebührt.
Die Voraussetzung hierfür, nämlich eine Enteignung der privaten Eigentümer des inzwischen verfallenden Kaufhaus-Baus, wurde meines Wissens ebenso erwogen und teilweise eingeleitet, wie das Zwangsversteigerungsverfahren, das im März anstehen soll. Diese Verfahren wurden zwar durch das zwischenzeitlich wechselnde Besitzverhältnis erschwert, jedoch stellt sich die Frage, ob dies als Erklärung für den schleppenden Fortgang ausreicht.
Ebenso stellt sich die Frage, ob eine Zwangsversteigerung tatsächlich die optimale Lösung ist, ob die Stadt nicht durch eine Enteignung mehr Einflussmöglichkeiten auf die Gestaltung der Porzer Innenstadt gehabt hätte.
An diesem Beispiel zeigt sich, wie wichtig unsere beständige Forderung nach Transparenz ist, denn seitens der Stadt wurde diese Angelegenheit ohne Bürgerbeteiligung hinter verschlossenen Türen verhandelt. Wir werden daher nicht nur auch weiterhin das Schicksal des Hertie-Geländes gemeinsam mit den Porzer Bürgern sorgfältig verfolgen und uns einmischen, sondern wir fordern auch die Offenlegung der Vorgänge, die zu dieser Entscheidung führten. Sollten hier Unterlassungen bzw. andere Ungereimtheiten aufgetreten sein, werden wir als Kölner Piraten TeamPorz selbstverständlich unsere Finger tief in die Wunde stecken.
Gerald G. Teybig
Sprecher TeamPorz des AK Kommunalpolitik Köln
- Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden.