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Hertie Zwangsversteigerung am 5 März, dem 4 Jahrestag des Leerstandes
Jochen Geis (Text und Bilder)
Rendsburg
Die Stadt Rendsburg hat die Zwangsversteigerung der ehemaligen Hertie-Immobilie am Altstädter Markt im Zentrum beantragt. Der Eigentümer, eine holländische Gesellschaft, hat u.a. keine Grundsteuer gezahlt.
Nettetal
Die Stadt Nettetal hat ein Verfahren zur Zwangsversteigerung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses eingeleitet.
Delmenhorst
Das Hertie Gebäude in Delmenhorst (Kaufhaus und Parkhaus) hat einen noch nicht rechtskräftigen Verkehrswert von rund 3,53 Millionen Euro. Wie Rechtspflegerin Daniela Krammig erklärte, könnten die Beteiligten noch Rechtsmittel gegen den Wert einlegen. Allerdings habe es bereits eine sogenannte Wertanhörung gegeben, bei der sich Schuldner und Gläubiger äußern konnten. Weil die teilweise im Ausland sitzen, habe es auch so lange gedauert, bis die Zwangsversteigerung terminiert werden konnte. Termin der Zwangsversteigerung ist der 5. März (der 4. Jahrestag des Leerstandes - seit 2009)
Schleswig
Die Stadt Schleswig hatte das Zwangsversteigerungsverfahren des Hertie-Gebäudes beim Amtsgericht Schleswig beantragt. Am 29.Nov.2012 sollte der Termin für die Zwangsversteigerung sein. Doch einen Tag zuvor wurde das Verfahren ausgesetzt, weil die offenen Beträge im letzten Moment beglichen wurden.
Zuschlag bei einer Zwangsversteigerung erhält das höchste Gebot, dass wenigstens die Forderung von mindestens 50 Prozent des Verkehrswerts erfüllt.
Ein weiteres Rechtsmittel wäre die Enteignung
In dem Fall, dass ein Gebäudeeigentümer ein Gebäude verkommen läßt, wie es bei dem Hertie Haus in Porz Zentrum der Fall ist, hat die öffentliche Hand das Mittel der Enteignung. In dem Porzer Fall sind bereits erheblich Fassadenteile herabgestürzt welche eine Bedrohung für die Gesundheit der Passanten darstellen können. So kann die Stadt auch zwingend Bau- und Schutzmaßnahmen bewirken, bzw. als Notmaßnahme anordnen und dem Eigentümer zusätzlich in Rechnung stellen.
Alle Maßnahmen: die Zwangsversteigerung wegen der nicht gezahlten Steuern und die Enteignung werden von der Stadt Köln und örtlichen Politikern nicht mit Nachdruck angegangen, beide Themen werden nicht öffentlich diskutiert. Lediglich die Porzer Illusstrierte fordert die öffentliche Hand seit Jahren auf, alle Druckmittel zu nutzen, den Besitzerwechsel zu erzwingen und über finanziellen Druck den Kaufpreis zu drücken um die Veräusserung des Gebäudes zusätzlich zu befördern und zu beschleunigen.
Beispiel Musical, Spielcasino...
Denkbar wäre es auch, das Gebäude zum Spielcasino zu machen und den Marktplatz für Events zu pimpem (Bühne für die Sommermonate, Eislauffläche im Winter...). Wäre Porz Chefsache und die Stadt entscheidet, dann wäre es ein Leichtes, diese Entscheidung zu treffen, sie liegt alleine in der Hand der Stadt Köln, eine mit einem Spielkasino einhergehende Aufwertung des gesamtem Rheinuferbereiches bis zur Groov (Jachthafen und Aussengastronomie) würde Porz zu einer zweiten kleineren zweiten Kölner City entwickeln. Mit einem Leutturm wie einem Kasino wäre erheblich an Anziehungskraft gewonnen, ein modernes Zentrum bietet eher Unterhaltung denn nur Konsum.
In Köln scheint es, wird viel greredet und wenig gehandelt. OB Roters hat das Schicksal des Gebäudes zur Chefsache erklärt, Roters ist seit 2009 im Amt- 4 Jahre, keine Lösung sind weder vertrauenserweckend noch zeugen sie von Durchsetzungskraft, passiert ist nichts, die Oppositionsparteien machen auch keinen Druck. Selbst um sich billig auf Kosten des politischen Gegners zu profilieren, selbst hierzu reicht Porz in den Augen der Kölner Politik nicht, wahrscheinlich ein weiterer Grund, dass nichts geschieht!
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