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Gewerkschaften fordern soziale Transformation

Die institutionalisierte Arbeiterbewegung bleibt in Deutschland Ausgangspunkt wichtiger öffentlicher Debatten und politischer Entscheidungen

Die Gewerkschaften fordern eine sozial gerechte gesellschaftliche Transformation. Es steht eine technologische und eine ökologische Transformation an, zudem ein demografischer Wandel, all dies wird Sozialstaat und Arbeit strapazieren.
 

DGB stellt Charta für sozial gerechten Wandel vor
Gut einen Monat vor der Bundestagswahl legen der Deutsche Gewerkschaftsbund und seine Mitgliedsgewerkschaften eine Charta für eine sozial gerechte Transformation vor. Auf der digitalen DGB-Transformationskonferenz wurde die Charta heute den Spitzenkandidat*innen der im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien vorgestellt.

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte dazu am Dienstag in Berlin:
„Damit Klimaneutralität, gute Arbeit und nachhaltiger Wohlstand für alle Hand in Hand gehen, brauchen wir eine soziale und ökologische Transformation unserer Wirtschaft. Mit der Bundestagswahl steht uns dabei die wichtigste politische Weichenstellung bevor, denn in der kommenden Legislaturperiode sind wegweisende Entscheidungen zu treffen. Unsere Transformations-Charta bringt auf den Punkt, welche Handlungsfelder in den nächsten Jahren angepackt werden müssen. Wir fordern alle demokratischen Kräfte auf, die Transformation mit uns Gewerkschaften zu gestalten: für die Gesellschaft, für die Menschen.“

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall:
„Die IG Metall fordert einen FairWandel: Es geht darum gute Arbeit und eine lebenswerte Umwelt zu verbinden. Dazu müssen die Rahmenbedingungen stimmen: Ökologie und Soziales dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Für die Beschäftigten entscheidet sich Erfolg oder Misserfolg der Transformation in den Regionen – umso wichtiger ist eine aktive Industrie- und Strukturpolitik. Sie entscheidet sich aber auch in konkreten Unternehmensstrategien über Investitionen, Beschäftigung und Qualifizierung. Umso wichtiger sind betriebliche Beteiligungsprozesse, wirksame Mitbestimmung und tarifliche Aushandlungsprozesse.“

Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):
„Wir haben nur diese eine Welt. Wir müssen den ökologischen Umbau forcieren und sozial gerecht gestalten. Dafür brauchen wir eine starke öffentliche Daseinsvorsorge und Investitionen in ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen, in Erziehung und Bildung, in den ÖPNV. Und wir brauchen einen handlungsfähigen Staat – mit einer stärkeren Besteuerung hoher Einkommen und Vermögen und mit der Abschaffung der Schuldenbremse.“

Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE):
„Die Transformation wird Deutschland volkswirtschaftlich und gesellschaftlich nur auf einer industriellen Basis gelingen, die Wohlstand und Wohlfahrt sichert. Der Wandel bedarf einer gesellschaftlichen Aushandlung und einer sozialen Absicherung.“

Robert Feiger, Vorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU):
„Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides muss zusammen gedacht werden, sonst droht die Unterstützung für den Klimaschutz auf lange Sicht zu schwinden. Schon heute ist absehbar, dass sich Berufe, Qualifikationen und Produktionsweisen erheblich verändern werden. Wir müssen diese Veränderung miteinander – Gewerkschaften, Arbeitgeber und Politik – fair und ordentlich gestalten.“

Klaus-Dieter Hommel, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG):
„Mobilität für Menschen und Güter zu ermöglichen, ist eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. Diese zu gestalten, ist eine politische Aufgabe, die man nicht nur dem Markt überlassen darf.“

Maike Finnern, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW):
„Transformation betrifft jeden und jede. Transformation zeigt sich deutlich im Klimawandel, in der Digitalisierung und Globalisierung unserer gesamten Gesellschaft. Diese Prozesse betreffen alle Menschen. Darum setzen wir als GEW auf Bildung. Alle Generationen müssen mitgenommen werden, junge Menschen von klein an und Erwachsene bis ins Alter. Darum braucht es lebensbegleitende Bildung für nachhaltige Entwicklung. Eine Leitlinie dafür ist der Ansatz für Bildung nachhaltiger Entwicklung der UN-Nachhaltigkeitsziele (17 Social Development Goals 2030). Sie muss mit dem Gedanken der Transformation verschmelzen. So können die Chancen der Transformationsprozesse für alle gleichermaßen erreichbar sein und die Herausforderungen für alle gleichermaßen abgefedert werden.“

Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG):
„Die Transformation hin zur Klimaneutralität ist kein Selbstgänger: Es braucht uns alle, unsere Ideen und unseren gemeinsamen Austausch. Die Beteiligung von Beschäftigten und Gewerkschaften ist zentral: Ohne die Menschen, die er betrifft, kann dieser Wandel nicht gelingen.“

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